„Babel“ spielt im Oxford des 19. Jahrhunderts, wo Übersetzung mithilfe von Silber Magie erzeugt und zur Stütze des britischen Empires genutzt wird. Der Waisenjunge Robin Swift studiert dort gemeinsam mit vielen anderen – und erkennt nach und nach, dass Sprache, Wissen und Macht untrennbar miteinander verknüpft sind. Was als Studium beginnt, wird zur politischen und moralischen Zerreißprobe.
Ein historischer Fantasyroman über Übersetzung als Magie, Sprache als Machtinstrument und die Frage, wie weit man gehen darf, um ein ungerechtes System zu bekämpfen.
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„Babel“ war für mich ein echter Klopper, und ich weiß, die meisten haben dieses Buch bereits vor zwei Jahren gelesen. Wie ich dieses Buch nun aber mit Herzklopfen beendet habe, nachdem ich in der Mitte des Buches so genervt war von den – natürlich als Stilmittel genutzten – zähen Kapiteln, puh. Die letzten knapp 200 Seiten waren allerdings so intensiv, dass ich jetzt richtig platt bin. Und ohne zu spoilern: Ich trauere natürlich sehr um die kleine 4er-Gruppe, bestehend aus Robin, Ramy, Victoire und Letty. Sie sind mir alle schon sehr ans Herz gewachsen.
„Babel“ ist schonungslos ehrlich, und ich bin irgendwie ganz ehrfürchtig vor dieser Geschichte, die R. F. Kuang geschrieben hat. Die Triggerwarnung zu Beginn des Buchs war richtig und wichtig, hat mich aber trotzdem nicht auf die rassistischen Szenen, Bilder und dazugehörige Sprache vorbereitet, so viel zu schonungslos. Ich bin trotzdem sehr froh, dass ich es gelesen habe, auch, wenn ich megalange Pausen einlegen musste.
