Dieses Buch war für mich eine absolute Überraschung. Mille Petrozza, Frontmann von Kreator, erzählt darin, wie es überhaupt zur Bandgründung kam – und wie sich der Erfolg schon so früh eingestellt hat.Ebenso wie ich geboren im Ruhrpott, genauer gesagt in Essen, die Schule auf eher unkonventionellen Wegen beendet und dabei immer an sich, die Band und die Musik geglaubt – und das alles in den frühen 80ern.
Ich habe es total gefeiert zu lesen, welche Bands Tormentor (so der ursprüngliche Name) geprägt haben – Spoiler: zu einem großen Teil KISS! Auch die Geschichten rund um Milles erstes KISS-Konzert, wie sich die Jungs damals gefunden haben und dass sie ihren finalen Proberaum in der Zeche Carl hatten (und immer noch haben!), haben richtig Spaß gemacht.
Fun Fact am Rande: Vor ein paar Tagen hat mir mein Uralt-Kumpel Martin aus Essen erzählt, wie er mit seiner damaligen Band „The Crowd“ den Proberaum mit Kreator tauschen musste – „weil ihr Raum besser schallisoliert war“. 😄
Außerdem bekommt man einen richtig guten Einblick, was es in den 80ern bedeutete, Tapetrader zu sein, und wie die Band ihr erstes Album „Endless Pain“ einfach mal mit 17 Jahren aufgenommen hat. Aber wenn ich jetzt noch weiter ins Detail gehe, braucht ihr das Buch am Ende gar nicht mehr selbst zu lesen.
Es macht einfach riesigen Spaß, diese Erfolgsgeschichte mitzuerleben – irgendwie waren die Jungs zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben genau das Richtige gemacht.
Passend dazu gibt’s inzwischen sogar einen Kreator-Film aus 2025, den ich mir definitiv auch noch anschauen muss – das schreit ja quasi nach einem kompletten Kreator-Abend.
Und bevor ich jetzt ernsthaft darüber nachdenke, am 17.04. zu meinem ersten Kreator-Konzert zu gehen, höre ich schnell noch in die Podcast-Folge „Der Soundtrack meines Lebens“ von Jan Schwarzkamp mit Mille Petrozza rein. 🤘
